Ein Kinderbuch selbst gestalten, von der ersten Idee bis zum gedruckten Buch
Die Idee ist meistens schnell da. Ein Buch, in dem dein Kind vorkommt, oder sein Kuscheltier, oder beides. Schwierig wird es danach: Wie lang darf die Geschichte sein, woher kommen die Bilder, was kostet der Druck. Hier steht der ganze Weg, Schritt für Schritt und ohne Beschönigung. Und am Ende die Abkürzung, falls du nicht selbst zeichnen möchtest.
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Zwischen der Idee und dem fertigen Buch liegt mehr, als man denkt
Fast jede Familie hat diese Idee schon einmal gehabt. Meistens abends, nach dem dritten Mal Vorlesen desselben Buchs, wenn klar wird: Das könnten wir eigentlich auch. Und im Kopf ist das Buch dann auch schon fertig. Es scheitert selten am Wollen. Es scheitert daran, dass niemand einem sagt, wie lang eine Geschichte für ein dreijähriges Kind sein darf, wie viele Bilder man braucht, ob die eigene Zeichnung gut genug ist und wo man ein einzelnes Exemplar drucken lässt. Also bleibt die Idee eine Idee. Dabei ist der Weg überschaubar, wenn man ihn einmal in der richtigen Reihenfolge vor sich hat.
So entsteht ein eigenes Kinderbuch
Diese Anleitung gilt unabhängig davon, ob du am Ende selbst zeichnest, fotografierst oder dir helfen lässt. Vom ersten Einfall bis zur Druckdatei ist die Reihenfolge wichtiger als das Werkzeug. Wer mit dem Zeichnen anfängt, bevor die Geschichte steht, malt fast immer Bilder, die später nicht mehr passen.
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Anlass und Zielalter klären
Bevor irgendetwas entsteht, beantworte zwei Fragen: Für wen ist das Buch, und wofür. Ein Buch für ein zweijähriges Kind sieht völlig anders aus als eines für ein sechsjähriges. Bei den Kleinen trägt das Bild fast alles, ein Satz pro Seite reicht, die Handlung ist eine einzige einfache Bewegung. Mit vier bis fünf Jahren darf es eine echte Handlung mit einem Ziel geben, mit sechs kommen Nebenfiguren, Humor und kleine Wendungen dazu. Und der Anlass entscheidet über den Ton: Ein Geburtstagsbuch darf albern sein, ein Buch zur Eingewöhnung im Kindergarten sollte beruhigen.
Tipp: Schreib das Zielalter auf einen Zettel und leg ihn neben dich. Es ist die eine Vorgabe, gegen die du später jede Entscheidung prüfen kannst: Ist dieser Satz für ein Kind in diesem Alter zu lang, ist dieses Wort zu schwer, ist diese Wendung zu kompliziert.
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Die Heldenfigur festlegen
Ein Kinderbuch braucht eine Figur, die das Kind sofort erkennt und mag. Am einfachsten ist die Figur, die es ohnehin schon liebt: das eigene Kuscheltier. Es hat einen Namen, es hat einen Charakter, den dein Kind selbst erfunden hat, und es muss niemandem erklärt werden. Die Alternative ist das Kind selbst als Held, was gut funktioniert, aber schwerer zu zeichnen ist. Erfundene Figuren sind der aufwendigste Weg, weil du sie erst einführen musst, bevor die Geschichte losgehen kann. Lege jetzt auch fest, wie die Figur aussieht: Farbe, Größe, Besonderheiten, vielleicht ein Halstuch oder ein fehlendes Ohr. Diese Beschreibung brauchst du auf jeder einzelnen Seite wieder.
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Eine einfache Geschichte bauen
Halte dich an ein sehr schlichtes Gerüst: ein Problem, drei Stationen, eine Lösung. Der Held will etwas oder verliert etwas, er erlebt unterwegs drei Dinge, und am Ende ist die Sache geklärt. Mehr nicht. Das klingt banal, ist aber genau der Grund, warum Kinder gekaufte Bilderbücher so gut mitverfolgen können. Formuliere das Ende zuerst, dann weißt du beim Schreiben, wohin du läufst. Und lass die Geschichte dort spielen, wo dein Kind sich auskennt: Kinderzimmer, Garten, Weg zum Kindergarten. Vertraute Orte sparen dir jede Menge Erklärung.
Tipp: Erzähl die Geschichte einmal laut, bevor du sie aufschreibst. Was du beim Erzählen von selbst weglässt, gehört auch nicht ins Buch. Und Stellen, an denen du ins Stocken gerätst, sind genau die Stellen, an denen später auch das Kind aussteigt.
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Die Bilder machen
Es gibt drei ehrliche Wege, und jeder hat seinen Preis. Selbst zeichnen ist der schönste, weil die Handschrift zum Geschenk gehört, aber es ist mit Abstand der aufwendigste: Für ein Bilderbuch brauchst du rund zwölf bis zwanzig Bilder, und alle müssen zusammenpassen. Fotografieren ist der schnellste Weg. Du stellst das Kuscheltier in die Szenen und knipst, das wirkt sehr persönlich, sieht aber schnell nach Urlaubsalbum statt nach Bilderbuch aus. Generieren lassen ist der bequemste Weg und liefert einen einheitlichen Stil, nimmt dir aber die eigene Handschrift aus der Hand. Entscheide dich für einen Weg und bleib dabei. Gemischte Techniken in einem Buch wirken fast immer zufällig.
Achtung: Die Heldenfigur muss auf jeder Seite gleich aussehen. Das ist der häufigste Grund, warum selbst gemachte Bilderbücher nicht wirken: Der Bär ist auf Seite drei hellbraun und rundlich, auf Seite neun dunkelbraun und schlank, und ein kleines Kind erkennt ihn dann schlicht nicht wieder. Male oder fotografiere deshalb zuerst ein Referenzbild der Figur und leg es bei jedem weiteren Bild daneben. Gleiche Farben, gleiche Proportionen, gleiche Merkmale.
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Text und Bild aufeinander abstimmen
In einem Bilderbuch trägt das Bild, der Text begleitet nur. Als Faustregel gilt: ein bis zwei Sätze pro Seite bei den Kleinen, drei bis vier bei Vorschulkindern. Schreib nichts, was das Bild schon zeigt. Wenn auf dem Bild der Held im Regen steht, muss darunter nicht stehen, dass er im Regen steht. Besser ist, was man nicht sehen kann: dass ihm kalt ist, dass er trotzdem weitergeht. Plane außerdem in Doppelseiten, denn ein Kind sieht immer zwei Seiten gleichzeitig. Und lass auf jeder Seite ein kleines Detail entdecken, einen Käfer, eine verlorene Socke. Genau dafür wird ein Buch immer wieder hervorgeholt.
Tipp: Setz den Text nicht mitten ins Bild, sondern in eine ruhige Fläche am Rand, zum Beispiel in den Himmel oder auf den Boden. Sonst musst du beim Vorlesen zwischen Buchstaben und Motiv hin und her suchen.
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Drucken lassen
Für ein einzelnes Exemplar sind quadratische Kleinformate um zwölf bis zwanzig Zentimeter am praktischsten: handlich für kleine Hände und günstig im Druck. Rechne mit rund zwanzig bis dreißig Seiten, inklusive Titel und leerer Endseite. Die Seitenzahl muss meistens durch vier teilbar sein, weil gefalzte Bogen verarbeitet werden. Bei der Bindung hast du die Wahl zwischen Klebebindung als Softcover, die günstig und für Vorschulkinder völlig ausreichend ist, und Fadenheftung im Hardcover, die deutlich mehr aushält und sich flach aufschlagen lässt. Für Kinder unter drei Jahren ist beides empfindlich, dort hilft eine dickere Papierstärke mehr als jede Bindung.
Achtung: Prüfe Auflösung und Beschnitt, bevor du die Datei abschickst. Bilder brauchen 300 dpi in der tatsächlichen Druckgröße, ein Handyfoto, das am Bildschirm scharf aussieht, wird über eine ganze Seite gezogen matschig. Und jedes Motiv, das bis an den Rand laufen soll, braucht ringsum drei Millimeter Überstand. Fehlt der, schneidet die Druckerei weiße Blitzer an die Kanten oder erwischt den Kopf deiner Figur. Beides merkst du erst, wenn das Paket da ist.
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Die typischen Fehler kennen
Drei Dinge gehen fast immer schief, und zwar aus lauter guter Absicht. Zu viel Text: Man möchte so viel erzählen, dass die Seite voll wird und das Kind schon beim Zuhören abschaltet. Zu viele Figuren: Neben dem Helden tauchen fünf Freunde auf, und am Ende weiß niemand mehr, wer gerade spricht. Zwei Figuren reichen, drei sind das Maximum. Und zu lange Geschichten: Ein Buch, das länger als zehn Minuten dauert, schafft kein Vorlesen vor dem Einschlafen. Dazu kommt der Klassiker, das Buch überhaupt fertig zu bekommen. Setz dir ein Datum, an dem es verschenkt wird. Ein Geburtstag ist der beste Antrieb, den es gibt.
Wenn du selbst zeichnen möchtest, hast du oben alles, was du brauchst. Mach es, es lohnt sich, und niemand kann dieses Buch nachbauen. Wenn dir aber vor allem die Schritte drei bis sechs im Weg stehen, also Geschichte, Bilder, Layout und Druck, dann ist Knuffel genau dafür gemacht. Du lädst ein Foto vom Kuscheltier deines Kindes hoch, wählst den Namen und ein Thema, und der Rest entsteht automatisch. Wichtig zu wissen, damit du nicht das Falsche erwartest: Du gestaltest bei Knuffel die Hauptfigur, nicht den Satzbau. Den Text schreibt Knuffel, und du kannst ihn nicht selbst umschreiben.
Das Kuscheltier gestalten, den Rest machen lassen
Die meisten Menschen, die ein Kinderbuch selbst gestalten wollen, wollen eigentlich nicht schreiben und layouten. Sie wollen, dass ihr Kind ein Buch aufschlägt und den eigenen Liebling darin wiederfindet. Der Rest ist Arbeit, die man in Kauf nimmt.
Genau diese Arbeit nimmt Knuffel ab. Du lädst ein Handyfoto vom Kuscheltier hoch, und daraus wird eine gemalte Buchfigur, die auf jeder Seite gleich aussieht. Du wählst den Namen deines Kindes und ein Thema, dann entstehen Geschichte und Illustrationen automatisch dazu. Der Punkt, an dem die meisten selbst gemachten Bücher scheitern, nämlich die wiedererkennbare Figur über zwanzig Seiten hinweg, ist damit gelöst.
Ehrlich dazugesagt: Du gestaltest hier die Hauptfigur, nicht den Text. Die Geschichte wird geschrieben, nicht von dir bearbeitet. Wer die eigenen Worte im Buch haben will, ist mit der Anleitung oben besser bedient. Wer das eigene Kuscheltier im Buch haben will, ist hier in ein paar Minuten fertig.
Foto Buchheld Egal ob Dachs, Pinguin oder Biber
Die Hauptfigur ist nicht aus einem Katalog gewählt, sondern das Tier, das bei euch abends mit ins Bett geht. Aus eurem Foto entsteht eine gemalte Figur, die im ganzen Buch gleich aussieht.
In drei Schritten zum fertigen Buch
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Foto hochladen
Ein Handyfoto vom Kuscheltier reicht, von vorn aufgenommen und bei Tageslicht. Daraus wird die gemalte Hauptfigur.
- 2
Namen und Thema wählen
Trag den Namen deines Kindes ein und such ein Thema aus, das gerade passt. Geschichte und Illustrationen entstehen automatisch dazu.
- 3
Lesen und drucken lassen
Die erste digitale Geschichte ist gratis. Lest sie sofort und lasst sie danach als richtiges Bilderbuch drucken.
Warum ein Knuffel-Buch hier so gut passt
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Keine Zeichenkenntnisse nötig
Aus dem Foto entsteht die gemalte Figur, du musst nichts können.
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Der eigene Liebling als Held
Kein Standardbär, sondern genau das Tier aus eurem Kinderzimmer.
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Auf jeder Seite gleich
Die Figur bleibt durchgehend wiedererkennbar, ohne Nacharbeit.
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Druck inklusive
Format, Seitenzahl und Bindung sind schon geklärt, du bestellst nur.
Ein selbst gestaltetes Buch ist das Geschenk, das bleibt
Spielzeug landet irgendwann in der Kiste, ein Buch mit dem eigenen Kuscheltier darin wird jahrelang hervorgeholt. Für Kinder von etwa 2 bis 8 Jahren. Digital gibt es die Geschichte für 4,90 €, gedruckt im Format 12 mal 12 Zentimeter mit 24 Seiten für 9,90 €, jeweils inkl. MwSt. Das gedruckte Buch ist in 5 bis 7 Werktagen bei dir.
Digital 4,90 € · Gedruckt & Digital 9,90 € – inkl. MwSt.
Jetzt Foto hochladenHäufige Fragen
Kann ich bei Knuffel den Text selbst schreiben oder ändern?
Nein, und das sagen wir lieber vorher als hinterher. Die Geschichte wird automatisch geschrieben, sobald du Foto, Namen und Thema festgelegt hast. Du kannst den fertigen Text nicht umschreiben und keine eigenen Sätze einsetzen. Was du gestaltest, ist die Hauptfigur: welches Kuscheltier im Buch vorkommt, wie es heißt, für welches Kind es geschrieben wird und worum es gehen soll. Wenn dir die eigenen Formulierungen wichtig sind, ist der Weg über die Anleitung auf dieser Seite der richtige.
Was kostet es, ein Kinderbuch selbst zu gestalten?
Beim vollständig eigenen Buch zahlst du vor allem Zeit, dazu Material und Druck. Für ein einzelnes Exemplar im Kleinformat liegen die reinen Druckkosten je nach Bindung und Seitenzahl meistens im niedrigen zweistelligen Bereich, Hardcover deutlich darüber. Bei Knuffel kostet die digitale Geschichte 4,90 €, das gedruckte Buch inklusive Digitalversion 9,90 €, jeweils inkl. MwSt. Die erste digitale Geschichte ist für neue Nutzerinnen und Nutzer geschenkt. Ein Abo gibt es nicht.
Muss ich zeichnen können, um ein eigenes Kinderbuch zu machen?
Für ein selbst gezeichnetes Buch überraschend wenig. Kinder bewerten Zeichnungen nicht nach Können, sondern danach, ob sie die Figur erkennen. Einfache Formen, kräftige Farben und immer dieselben Merkmale wirken besser als anatomisch korrekte Skizzen. Wer gar nicht zeichnen möchte, arbeitet mit Fotos des Kuscheltiers, mit Papierschnipseln als Collage oder lässt die Bilder generieren. Bei Knuffel brauchst du nur ein Foto, die gemalte Figur entsteht daraus.
Wie lange dauert es, ein Kinderbuch selbst zu gestalten?
Ehrliche Schätzung für den kompletten Eigenbau: Text und Aufbau kosten ein paar Abende, die zwölf bis zwanzig Bilder sind der große Brocken und brauchen je nach Technik mehrere Wochen nebenher. Dazu kommen ein bis zwei Abende für Satz und Druckdatei und die Lieferzeit der Druckerei. Plane von der Idee bis zum Paket lieber sechs bis acht Wochen ein als zwei. Bei Knuffel bist du in wenigen Minuten fertig, das gedruckte Buch ist danach in 5 bis 7 Werktagen da.
Darf ich ein selbst gestaltetes Kinderbuch verkaufen?
Solange alles darin von dir stammt, ja. Sobald fremde Figuren vorkommen, nicht: Bekannte Zeichentrickhelden, Markenlogos oder Bilder aus dem Internet sind geschützt, auch wenn du sie abmalst. Für ein einzelnes Buch im Familienkreis ist das unkritisch, für den Verkauf brauchst du zusätzlich eine ISBN, ein Impressum und die Abgabe von Pflichtexemplaren. Die Bücher von Knuffel sind für den privaten Gebrauch gedacht, nicht für den Weiterverkauf.
Ab welchem Alter lohnt sich ein eigenes Bilderbuch?
Ab etwa zwei Jahren, weil Kinder dann anfangen, sich selbst und ihre Sachen in Bildern wiederzuerkennen. Genau dieser Moment macht ein persönliches Buch so wirkungsvoll: Das Kind sieht sein Kuscheltier auf dem Papier und begreift, dass die Geschichte ihm gehört. Nach oben ist die Grenze fließend, mit sieben oder acht Jahren darf die Geschichte länger und witziger sein. Der Bereich von 2 bis 8 Jahren deckt beides ab.
Fang mit der Hauptfigur an
Ob du am Ende selbst zeichnest oder nicht: Der erste Schritt ist derselbe. Leg fest, wer der Held sein soll. Lade ein Foto vom Kuscheltier hoch und sieh dir an, was daraus wird. Die erste digitale Geschichte ist gratis.
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